Lass sie ziehen!Â
NO
Geschlossen
zwischen 40 und 60%
Es lief gut, jedes Mal ein Freudensprung, ein Schrei. Geschafft!
Dann die Enttäuschung. Berge von Papier, von getrockneter Tinte. Schwarze Flecken auf gebleichtem Grund. Früh raus, solange es hell ist in Büchern verstecken, sich wundern, dass die Sonne schon wieder weg ist, obwohl sie mich gar nicht berührt hatte. In die Federn und morgens auf ein Neues.
Ich weiß schon ganz genau was passieren wird, wenn das hier alles mit einem dicken schwarzen Stift abgeharkt ist:
Ich nehme mir eine Flasche Bier oder zwei, setze mich auf mein Fahrrad und fahre bis die Sonne untergegangen ist in eine Richtung. Dort schlage ich mein Zelt auf, vielleicht nehme ich ein Buch mit, vielleicht auch nur Zettel und Papier, erst am nächsten Morgen, wenn der Bauer mich wegscheucht, werde ich die Heringe ziehen, die Sachen packen und den Heimweg einschlagen. Freiheit, sorgenfrei und entspannt, noch einmal schreien, weil das so toll sein wird…
Ach ja, die Piraterie!
punkt: da ist noch einer
Wir bewegen uns mit schnellen Schritten gen Ende. Nicht nur wir werden diese Einrichtung verlassen, auch sie wird uns verlassen…
Noch sind die nächsten neun bis zwölf Monate nicht konkret geplant, doch die Konturen werden Tag für Tag zumindest Stückchenweise schärfer.
Hier oder/und in Kooperation mit zwei weiteren Schreibwütigen wird es dann auch zukünftig wieder mehr geben. Weiteres erfahrt ihr früh genug.
Für die nächsten Wochen verweise ich jetzt erst einmal auf den Pragtikanten und seinen Block…
das ist er!
21
Er ist um, dieser verdammte Tag ist vorbei. Nur noch 24 Stunden. Sprachlos werde ich sein, bevor wir uns so viel zu erzählen haben. Ich bin so gespannt auf die Geschichten, auf die Eindrücke und Bilder und natürlich auf dich.
Wenn der ICE dich dann wieder ausspuckt, so schnell wie er dich vor drei Wochen eingezogen hat, dann werde ich mich wahnsinnig freuen und einfach nur noch genießen. Dieses Ding verteufeln, dass er mir, dich drei Wochen lang weggenommen hat.
Auf einmal werde ich wieder putzmunter sein, die Uhrzeit werde ich vergessen und nur noch staunen, dich werde ich bitten mich einmal ganz kurz zu kneifen oder zu küssen, wahrscheinlich reicht das schon aus…
punkt: februar plus eins
Was ich nicht alles machen wollte und hätte können, an diesem doch so besonderen Tag. Hätte ich diesen Tag nicht nutzen müssen, für etwas besonderes, für etwas einmaliges, für ein Zeichen?
Dieser Tag hätte in die Geschichte eingehen können.
Er hat großartig begonnen, ich habe mich wahnsinnig ausgepowert. Gelernt habe ich, habe mich vom Regen nass machen lassen und bin mit Tee und Limonade plus einem Spiegelei dem Ende des Tages entgegen gerasselt.
War doch gar nicht so schlimm, doch gar nicht so besonders. Doch eben nur Februar plus eins…
koepfe runter

“Jep, Logenplatz. Das fängt schon mal gut an. Wie gut das ich heute allein bin und doch so schade” Ein Pärchen neben mir, eine Mutter mit Tochter inklusive Popcorn auf der anderen Seite und ein benebelnder Kaugummigeruch. Intensiv. Schnell noch zur Toilette, aber Beeilung gleich wird es spannend und vor allem lustig.
Es ist ca. 25 min vor Beginn des Filmes und der Kampf um die Plätze ist im vollen Gange. Verzweifeltes strecken des Halses. Finger die auf imaginäre Plätze zeigen. Irgendwo da oben müsste doch noch was frei sein, wird gemurmelt. Doch sobald die Treppen bestiegen werden, ist auch der gesichtete Platz bestimmt schon vergeben. Natürlich gibt es auch die Taktiker, die nicht lange fackeln, die kurz gucken, dann lossprinten, höfflich fragen, eine Absage bekommen oder feststellen müssen, dass auf dem gewünschten Platz bereits eine Jacke liegt. Fast wie im Urlaub, wenn Rentner ihre Handtücher auf Liegen legen, das Personal diese schnell wieder entfernt und der Kampf um Plätze im Schatten oder im bestmöglichen Winkel zur Sonne, je nach Wunsch, mit dem Leben bezahlt werden muss. Also doch in die erste Reihe.
Keine Ansage, kein Kommentar, unverzüglicher Start (ohne Werbung). Ungewöhnlich, zumindest ersteres. Zurücklehnen, entspannen, genießen.
Der Start ist holprig, ungünstige Schnitte, unpassende Betonung und einige Bilder die ruhig länger gehalten hätten werden können. Ohne Gewackel.
Doch der Rest stimmt, stottern ist sympathisch, kurze Haare sind sympathisch und fünf Tagebärte natürlich auch. Ebenso natürlich alte Frauen, die menschlicher nicht seien können und Liebe geben und nehmen können, ganz ohne Zwänge und Berührungsängste.
Schwerpunkte wurden passend gewählt und gesetzt. Das was denkbar ist wird überspult, schnell wird agiert und schließlich fängt der Schluss doch wieder an etwas holprig zu werden. Schade.
Genießen ist die Devise, abschalten, rauskommen. Leben vom Anfang bis zum Ende. Gemeinsam oder alleine. Das tun, was es wert ist getan zu werden.
Bis zum Ende…
Mit dem Ausklang der Musik ist auch erst der Film zu Ende!
Einfach alles auf sich einprasseln lassen und dann aufstehen, schnattern und gehen? Ohne Gedanken, ohne Sprachlosigkeit? “Sie können nicht einfach aufstehen. Ich sitze noch. Ich möchte den Abspann noch lesen, ich möchte wissen von wem diese tolle Musik war. Ich habe vier Euro und fünfzig Cent bezahlt und dazu gehört der Anfang und auch das Ende, bis zum Ausklang der Musik.”
So stark vermisst wie jetzt, habe ich dich noch nie. Beeile dich…
dark room
Links ein Skelett eines Wesens aus vergangen Zeiten, für etwas bestimmt, doch an diesem Abend nicht benötigt. Rechts die Mülltonne, für Papier oder etwas anderem, vielleicht leer, jedoch geruchslos. Ein paar Stühle, ein paar Menschen, eine Tribüne, ein schwarzer Raum, die Technik und ein Etwas unter einer dunklen Decke. Ach ja, ein Baum, ein toter Baum, später mit drei Blättern und ein paar Menschen drum rum.
Die Frage nach dem Sinn, sie wurde oft gestellt. Deutungsansätze gibt es eine Menge. Doch was passiert wenn die Hölle sich verschiebt, sozusagen um den Vektor S (666|666|666.666.666.666) verschoben wird? Genau sie ist dort angekommen, wo sie nicht hingehört. Jedenfalls nicht unter normalen Umständen.
Der Eingang ist versteckt, direkt neben dem Gepolter der Bahnline. Eine halbe Baustelle umgibt dieses alte Gebäude, dass so viel zu erzählen haben mag, doch niemanden hat der zuhört. Viele kommen, nur eben schnell. Für ein paar Stunden, wenn überhaupt. Schauen sich um, sind beeindruckt, erstaunt, etwas entäuscht oder noch viel mehr. Man sollte mehr hier machen, man sollte Leben mitbringen und es nicht gehen lassen. Flüssigkeiten ausschenken, Musik und Tanz. Kultur…
Warten hat keinen Sinn, jedenfalls nicht allzu lange. Zeit ist Leben. Und auf Godot Gott kann man sich eh nicht verlassen.
die zersetzung
Ich habe mir die Zeit genommen, ich brauchte das einfach, ganz ohne geht es einfach nicht und überhaupt geht alles Weitere danach auch viel besser.
Einfach laufen, atmen, laufen, atmen. Anhalten und nicht wissen, wem diese Beine gehören. Abgestorben, ferngesteuert, unkontrollierbar. Zeit heilt diese Wunden.










